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Hallo Staffingpreneur:in,

ich darf Dir die finale Ausbauform des Marktlagen Newsletters vorstellen. Viele Vorschläge sind in diese neue Version eingeflossen. Danke an die jeweiligen Rückmeldungen. Ich bin mir sicher es gefällt Dir.

Executive Summary

Der Iran-Konflikt hat die erste zaghafte Erholung der Staffingbranche abgewürgt. Was als Verteilungsjahr 2026 geplant war, ist vorerst ein eingefrorener Markt. Unternehmen stellen nicht ein - nicht weil kein Bedarf besteht, sondern weil Entscheidungsfähigkeit fehlt. Die Marktlage stellt diese Zusammenhänge klar dar. 

Das Wachstum der Staffingbranche wird durch die IRAN-Krise blockiert.

Die neue Lesart: 2024 = Bereinigung. 2025 = Krise & Neuausrichtung. 2026 = externe Krise & Strukturierung. 2027 = echte Neuverteilung. Dass trifft die Geschäftsbereiche und Skills verschieden und wird in der Marktlage vertieft. 

Wer jetzt investiert, restrukturiert und sich in den sechs Wachstumssegmenten positioniert, gewinnt die Marktanteile des nächsten Zyklus. Die Frage ist nicht ob der Markt zurückkommt – sondern wer dann noch in der Lage ist, ihn zu bedienen. 

Table of Contents

0. Einleitung - Zurückhaltung auf ganzer Breite

Ich hatte es für 2026 angekündigt: Das Verteilungsjahr indem in der Breite die Staffingfirmen wachsen können, welche richtig positioniert sind. Der Iran-Konflikt hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er trifft die erste zaghafte Erholung genau dort, wo sie am verletzlichsten ist - bei Energiepreisen, Investitionsbereitschaft und Unternehmensvertrauen. 

Die Konsequenz: Die Unternehmen stellen weniger ein, Perm geht zurück.  

Das Verteilungsjahr verschiebt sich. Wir sind aktuell nicht in einer klassischen Krise. Wir sind in einem eingefrorenen Markt. 

Unternehmen stellen nicht ein - nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht entscheiden können. Genau das macht diese Phase so gefährlich für Staffingfirmen: Es fehlt nicht an Bedarf, sondern an Entscheidungsfähigkeit. 

Meine neue Lesart: 

2024 = Bereinigung. 
2025 = Krise & Neuausrichtung. 
2026 = externe Krise & Strukturierung. 2027 = echte Neuverteilung. 

Das ist die unbequeme Wahrheit hinter den aktuellen Zahlen. Bevor wir ins Details gehen müssen wir die Makro-paramenter besprechen und verstehen. 

1. Makroökonomischer Überblick - Energiepreisschock: Erholung verschoben, nicht gestrichen

Der Iran-Konflikt trifft Deutschland mit drei Transmissionskanälen gleichzeitig: 

  1. Inflationsbedingter Kaufkraftverlust bei Haushalten 

  2. Zunehmende Investitionszurückhaltung bei Unternehmen 

  3. Verschärfte Wettbewerbsnachteile für energieintensive Industrie 

Europäisches Gas notiert aktuell bei rund 50 EUR/MWh - rund 60% über Vorkriegsniveau. Die KfW rechnet damit, dass Deutschlands Energierechnung von 70 Mrd. EUR (2025) auf über 90 Mrd. EUR steigen könnte: ein direkter Einkommenseffekt von -0,4% des BIP. Die Inflation dürfte laut KfW auf 3,8% klettern. Konsequenz: EZB plant bis September zwei Zinserhöhungen à 25 Basispunkte - Unternehmensfinanzierung wird teurer. 

Die historische Parallele ist aufschlussreich: Die Deutsche Bank zieht eine direkte Linie zum Golfkrieg 1990/91 - damals traf der Ölpreisschock Deutschland mitten in der fiskalischen Expansion der Wiedervereinigung. Es kam zu höheren Zinsen und damit zu weniger Investitionstätigkeiten. Das Ergebnis: Wachstum wurde nicht verhindert, aber spürbar verzögert. Genau das passiert heute wieder. 

Wichtig: Das ist kein 2022. Gas bei 50 EUR/MWh ist belastend, aber nicht existenzbedrohend. 2022 lagen die Großhandelspreise nahe 250 EUR/MWh. Versorgungssicherheit ist heute nicht gefährdet. 

Exkurs “Auswirkungen auf Staffing”: Auf dem rechten Slide “Geopolitische Risiken” wird sichtbar, in welchen verrückten 48 Monaten wir eigentlich leben und warum wir davon direkt betroffen sind:

Geopolitisches Risiko hat die handelspolitische Unsicherheit als dominanten Faktor abgelöst. Das ist kein semantischer Unterschied. Das ist ein Systemwechsel - und dass spüren wir jeden Tag.

Handelspolitische Unsicherheit ist planbar. Zölle werden angekündigt, verhandelt, angepasst. Unternehmen können reagieren. Geopolitisches Risiko nicht. Ein Konflikt eskaliert über Nacht. Energiepreise schießen hoch. Lieferketten brechen weg. Investitionsentscheidungen werden eingefroren – sofort. Und genau das ist das Problem für die Staffingbranche.

Denn Staffing funktioniert nur, wenn Unternehmen planen. Wenn Vakanzen entstehen, weil Wachstum erwartet wird. Wenn Budget freigegeben wird, weil die Zukunft lesbar ist. Wenn die Zukunft nicht lesbar ist – wird nicht eingestellt.

Die Deutsche Bank hat eine historische Parallele gezogen, die ich treffend finde:
“Der Iran-Konflikt 2026 ähnelt dem Golfkrieg 1990/91. Damals traf ein Ölpreisschock Deutschland mitten in der fiskalischen Expansion der Wiedervereinigung. Die Fiskalpolitik gab Gas – der Energiepreisschock bremste.”

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Ergebnis: Wachstum wurde nicht verhindert, aber deutlich verzögert. Genau dass passiert gerade wieder. Was das für Staffingfirmen bedeutet, analysiere ich im Verlaufe des Textes.

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1.1. Deutsche Wirtschaft: in der Krise

Wie übersetzt sich dieses makroökonomische Umfeld konkret auf Deutschland - und damit auf unseren Kernmarkt?  

“Deutschlands Wohlstand beruht in hohem Maße auf den Erfolgen der heimischen Industrieunternehmen. Sie sind hochproduktiv, investieren viel Geld in Forschung und Entwicklung und bieten gut bezahlte Arbeitsplätze. In vielen hochentwickelten Volkswirtschaften ist der Industrieanteil an der Wertschöpfung in den vergangenen Jahrzehnten gesunken, während Dienstleistungen an Bedeutung gewonnen haben. Deutschland hat sich diesem Trend lange entziehen können. In den letzten Jahren ist die deutsche Industrie allerdings unter Druck geraten. Produktion und Wertschöpfung sinken, es wird nur noch wenig investiert und Arbeitsplätze gehen verloren.”   

Im Produktionsindex liegen wir jetzt unterhalb der Coronakrise. 

Positiver Gegenpol: Industrie und Freihandel 

Nicht alles ist grau. Zwei strukturell positive Signale verdienen Beachtung: 

Erstens: Die Deutsche Bank attestierte der deutschen Industrie noch im Februar das Ende der Talfahrt. Auftragseingänge in Q4 2025: +9,6% über Vorquartal. Erster Produktionsanstieg seit 2021 in Sicht. Diese binnenwirtschaftlichen Treiber sind durch den Iran-Konflikt gebremst, aber nicht gebrochen. 

Zweitens: Eine aktuelle EconPol-Studie (ifo Institut, April 2026) zeigt, dass der Abschluss laufender EU-Freihandelsverhandlungen die EU-Industrieproduktion dauerhaft um bis zu 1,1% steigern könnte - die deutsche Wirtschaftsleistung um bis zu 0,47%. Auf dem Tisch: Abkommen mit Mercosur, Indien, Australien, Indonesien und den VAE. Vier davon sind bereits ausgehandelt. 

Das ist kein kurzfristiger Effekt - aber ein strukturelles Gegengewicht zu US-Zöllen und Iran-Unsicherheit. 

Automotive: Eingetrübt - aber erste Bodenbildung 

Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie fiel im März auf -18,7 Punkte (Februar: -15,7). Aktuelle Lage deutlich schlechter bewertet. 

Aber: Auftragsbestand verbessert sich seit September 2025 kontinuierlich. Exporterwartungen steigen zum vierten Mal in Folge (+30,7 Punkte im März). Beschäftigungserwartungen sprangen von -44,0 auf -18,8 Punkte - Abbautempo verlangsamt sich spürbar. In Q1 2026 wurden erstmals wieder mehr Stellen für automotive-relevante Berufe gemeldet. 

Für Staffing in Engineering und Produktion: Wer hier positioniert ist, könnte früher als erwartet erste Aufwärtsbewegungen spüren. 

1.2. ifo-Geschäftsklima März 2026: Stimmung bricht ein

Dementsprechend sank der ifo-Geschäftsklimaindex im März auf 86,4 Punkte - von 88,4 Punkten im Februar. Ursache: deutlich pessimistischere Erwartungen. Die Urteile zur aktuellen Lage blieben stabil. 

"Der Krieg im Iran beendet vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung."
— ifo Institut, März 2026 

Für Staffing ist dieser Index der wichtigste Frühindikator: Was heute in der Unternehmensstimmung passiert, schlägt in 3–6 Monaten auf Hiring-Entscheidungen durch. Wir haben das 2024 und 2025 gesehen. Wir sehen es wieder. 

1.3. BIP-Prognosen 2026 im Überblick

Das Geschäftsklima ist im Kleinen was die BIP-Prognosen im grossen sind. Und deshalb sind die BIP Prognosen für Staffing ein wichtiger Frühindikator:  

Institut 

BIP 2026 

BIP 2027 

Deutsche Bank 

+1,0 % 

+1,5 % 

KfW Research 

+0,9 % 

 

ifo / DIW 

+0,2 % 

 

Gemeinschaftsdiagnose 

+0,6 % 

+0,9 % 

OECD 

+0,4 % 

 

Bundesregierung 

+0,0 % 

+1,0 % 

Quellen: Deutsche Bank Research, KfW, ifo, OECD, Bundesregierung (April 2026) 

Für Staffing: 1,0% BIP-Wachstum bedeutet maximal 2–3% Staffing-Wachstum. Kein Boom. Kein breiter Aufschwung. Dass heißt weiterhin Selektion. 

Denn der Arbeitsmarkt hängt von der realen und erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung ab - und die Staffing-Branche wiederum direkt vom Arbeitsmarkt. Wenn also das BIP wächst oder schrumpft, reagiert unsere Branche wie ein Verstärker. 

Die rote Linie zeigt das BIP-Wachstum - also die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die blaue Linie zeigt das Wachstum des Staffing-Marktes. Und man erkennt sofort: Schon kleine Ausschläge beim BIP führen zu großen Bewegungen im Staffing-Markt. 

Wenn das BIP um 2 % wächst, kann der Staffing-Markt um 5 % oder mehr zulegen. Die Jahre 2014, 2017 und vor allem 2021/2022 waren echte Boomjahre - da lief die Wirtschaft stabil, und die Nachfrage nach Staffing-Dienstleistungen ist explodiert. Der Rahmen von 0.4-1.1 % in 2026 könnte also eine Stagnation oder ein Wachstum von 2-3% für die Staffing-Branche bedeuten. 

Aber genauso stark reagiert er im Abschwung. Im Jahr 2020, im Corona-Jahr, und jetzt wieder 2024/2025 sehen wir, wie sensibel die Branche auf wirtschaftliche Schwäche reagiert. Ein kleines Minus beim BIP kann sofort große Einbrüche im Staffing auslösen. Wenn die Wirtschaft wächst, wächst Staffing überproportional. Und wenn die Wirtschaft schrumpft, dann tut dies der Staffing-Markt meist noch schneller. Aber die Staffing-Branche besteht ja aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen (Perm, Temp, Contract). Und die wiederum reagieren ebenfalls unterschiedlich. 

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Wir haben vor drei Jahren auf der STAFFINGpro mit Lünendonk eine Metastudie gemacht, bei der wir die Umsätze in den Vertragsarten verglichen haben. Die Ergebnisse habe ich auf das BIP-Wachstum gelegt. Die Balken zeigen das Marktvolumen: Blau steht für Permanent Placement, also Festanstellungen, Orange für Temporary Staffing, also Zeitarbeit. Die blaue Linie beschreibt das BIP-Wachstum im gleichen Zeitraum. 

Was passiert, wenn der Konflikt anhält und die Konjunktur kippt? Dann wird zuerst das Perm-Geschäft gebremst - Neueinstellungen werden gestoppt. Dafür steigt häufig das Temp-Geschäft, weil Unternehmen flexibler reagieren wollen. Ein gutes Beispiel ist 2020: das BIP fällt stark, aber Temp bleibt relativ stabil. Perm und Temp reagieren unterschiedlich auf die Wirtschaft - aber beide sind eng mit ihr verbunden. Perm profitiert überproportional in Aufschwungphasen, Temp federt ab, wenn es konjunkturell schwieriger wird. Oft ist ein Anstieg im Temp ein Vorbote für einen Anstieg im Perm.

 1.4. Arbeitsmarkt: zeigt eine schwächere Dynamik

Auch zum Ende der Winterpause kommt der deutsche Arbeitsmarkt nicht wirklich in Schwung. Die Zahl der Arbeitslosen bleibt weiterhin über der Marke von drei Millionen. Im Februar 2026 sank die Arbeitslosigkeit zwar leicht um 15.000 auf 3,07 Millionen Personen, saisonbereinigt hat sich die Lage mit +1.000 gegenüber dem Vormonat praktisch nicht verändert. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,5 %. Im Vergleich zum Vorjahr sind damit 81.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. 

Gleichzeitig zeigt sich, dass Unternehmen weiterhin vorsichtig bleiben. Die Nutzung von konjunkturellem Kurzarbeitergeld ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Im Dezember 2025 erhielten nach vorläufigen Hochrechnungen rund 139.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld - 48.000 weniger als im Vormonat und 72.000 weniger als ein Jahr zuvor. (Quelle: Arbeitsagentur.de) 

Für die Staffing-Branche ist das ein wichtiges Signal: Der Arbeitsmarkt bleibt strukturell stabil, aber kurzfristig fehlt es an Dynamik. Unternehmen halten an ihren Beschäftigten fest, sind jedoch deutlich zurückhaltender bei Neueinstellungen und Projekten.  

Damit bewegt sich die Beveridge-Kurve, welche ich hier immer wieder anzeige, nach einer Konsolidierungsphase am Arbeitsmarkt in Richtung  Arbeitsmarktkrise.

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Sollte dieser Trend sich verstärken, haben wir negative Impulse für die Staffingbranche zu erwarten. Ich denke aber, dass der Arbeitsmarkt zeitversetzt reagiert und dass wir hier eine Erholung sehen, sollten.

2. Die Lage in der Staffing-Branche - Europa

Positive Signale in Europa gibt es aus den südlichen Staaten. Italien und Spanien performen den Europäischen Markt aus.  

Spanien und Italien erleben derzeit ein überraschendes Wirtschaftswachstum, das vor allem auf eine starke Erholung des Tourismus, einen robusten Dienstleistungssektor und beachtliche Beschäftigungszuwächse nach der Pandemie zurückzuführen ist. Spanien profitiert zudem von niedrigeren Energiekosten und Wettbewerbsvorteilen, während Italien eine der besten Wachstumsraten pro Kopf in der Eurozone verzeichnet 

Quelle: Indeed

Der für uns wichtige Vergleichsmarkt ist England. Der REC/KPMG Report on Jobs für März 2026 zeigt Stabilisierung auf niedrigem Niveau: 

  1. Festanstellungen: weiter rückläufig, aber schwächste Kontraktionsrate seit drei Jahren 

  2. Temp-Billings: 4. Rückgang in 5 Monaten - aber verlangsamtes Tempo 

  3. Fazit UK: Kein Aufschwung, aber auch kein neuer Absturz. Die Richtung stimmt - unter Vorbehalt des Iran-Konflikts. 

Der uns ähnliche Schweizer Markt zeigt ein ähnliches Bild wie in Deutschland. 

Der Swiss Staffingindex für Februar 2026 liefert ein gemischtes Bild: 

  1. Temporärmarkt: -0,2% Einsatzstunden im Jahresvergleich - nahezu Stabilisierung nach langem Abschwung 

  2. Festanstellungsmarkt: -26,4% im Jahresvergleich - weiterhin sehr schwierig 

  3. Starker Franken, fehlende Exportaufträge und wirtschaftliche Unsicherheit belasten 

Der Iran-Konflikt trifft die Schweiz über den Industriesektor besonders: Steigende Energiepreise, aufwertender Franken, gedämpfter Konsum. swissstaffing gibt jedoch zu bedenken: Der Gaspreis-Effekt ist deutlich schwächer als beim Ukraine-Schock 2022 - keine Lieferkettenproblematik als Verstärker. 

Fazit Schweiz: Temporärmarkt sucht seinen Boden. Festanstellung bleibt bis mindestens Herbst 2026 schwierig. 

3. Die Lage in der Staffing-Branche - Deutschland

Die Daten zeichnen ein klares Bild in drei Phasen: 

Phase 1: Tiefstwerte Frühjahr 2025 

Geschäftserwartungen bei -51,1 - absoluter Tiefpunkt. Geschäftsklima -43,5. Die Branche war am Boden. 

Phase 2: Erholung Sommer bis Dezember 2025 

Alle Indikatoren zogen spürbar an. Geschäftserwartungen erholten sich auf nahezu neutral (-0,1). Umsatzerwartungen drehten mehrfach ins Positive (bis +7,7 im Dezember). Beschäftigungserwartungen erreichten im Dezember +14,5 - stärkstes Signal des gesamten Zeitraums. 

Phase 3: Erneute Eintrübung März 2026 

Der Absturz ist schnell und deutlich.  

Besonders die Beschäftigungserwartungen sind ein Warnsignal: Staffingfirmen planen wieder Stellenabbau statt Aufbau. Das bedeutet weniger interne Kapazität - und damit weniger Fähigkeit, einen Aufschwung zu bedienen, wenn er kommt. Einziger Lichtblick: Preiserwartungen bleiben positiv. Margen sind noch nicht vollständig unter Druck - aber der Puffer schrumpft. 

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 Quelle: ifo Konjunkturumfragen. Die Zeitreihen beziehen sich auf den Bereich „Personaldienstleistung“ der monatlichen ifo Konjunkturumfrage. 

3.1. Festanstellung in Deutschland - “Hiring Freeze”: das neue Narrativ

Was wir aktuell erleben, ist keine klassische Krise. Es ist ein eingefrorener Arbeitsmarkt. 

Hiring auf dem niedrigsten Niveau seit Jahren. Gleichzeitig kaum Massenentlassungen, kaum Wechselbewegung. Das Ergebnis: kein klassischer Abschwung - sondern Stillstand. Das Problem sitzt nicht auf der Angebotsseite. Das Problem ist fehlende Entscheidungsbereitschaft auf Kundenseite. Unternehmen warten ab - wegen Energiepreisen, geopolitischer Unsicherheit, Margendruck. 

Das killt Geschäftsmodelle, die auf Volumen ausgelegt sind. In stagnierenden Märkten gewinnt nicht der Schnellste - sondern der Relevante. 

Quelle: Indeed

Wir liegen nur noch 8,7% in den Stellenausschreibungen über den Vor-Corona Wert. Sollte die Iran-Krise länger anhalten, werden wir diesen Wert bald eingestellt haben.  

Die rückläufige Zahl offener Stellen zu Jahresbeginn ist dabei teilweise saisonal durch das schwache Jahresendgeschäft erklärbar. Jetzt schlägt die Unsicherheit der Krise ein. Die Fiskalpolitik und die Zunahme in der Industrieproduktion sollten in den nächsten Monaten eine Wirkung zeigen. 

Diesen allgemeinen Blick in der Festanstellungsvermittlung können wir auf unterschiedliche Dimensionen “Hierachiestufe”, “Region” und “Skill” differenzieren: 

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