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Marktlage Juli 2026 - Aufhellung zum Sommerstart

Hallo Staffingpreneur:in,

Die Straße von Hormus öffnet sich – ein Stück. Der Ölpreis gibt nach. Aber ein Waffenstillstand ist noch kein Frieden.

Mitte Juni einigten sich die USA und der Iran in der Schweiz auf einen Fahrplan: 60 Tage Zeit für ein dauerhaftes Abkommen. Seither nimmt der Schiffsverkehr durch die Meerenge wieder zu. Trump spricht von guten Fortschritten bei der Denuklearisierung, in Katar laufen weiter indirekte Gespräche.

Doch die Realität zwischen den Verhandlungsrunden ist eine andere. Ende Juni griffen sich die USA und der Iran trotz Waffenruhe erneut gegenseitig an – beide Seiten werfen sich Verstöße vor. Ein Containerschiff läuft in Hormus auf Grund, nachdem es von der iranischen Zwangsroute abgewichen war. Die Revolutionsgarde besteht weiter auf einem einzigen, von Teheran kontrollierten Korridor.

Das ist der Zustand, in dem sich der Juni bewegt: Entspannung an der Preisfront, Unsicherheit an der Front selbst. Der Energiepreisschock verliert seine Schärfe. Ein Ende hat er noch nicht.

Für den Staffing-Markt heißt das: Die akute Eskalationsgefahr sinkt, die Planungssicherheit steigt aber noch nicht. Institute und Unternehmen kalkulieren weiter mit Unsicherheit als Basisszenario, nicht mit Entwarnung.

Die meisten meiner Kontakte haben dennoch von einem positiven Abschluss des ersten Halbjahres berichtet. Auch ich bin verhalten positiv und darf Euch mit einem positiven Newsletter in die Sommerferien schicken.

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1. Makroökonomischer Überblick: Boden gefunden, Ausbruch vertagt

1.1 Der Jahresauftakt war solide - Q2 nicht

Das deutsche BIP wuchs im ersten Quartal um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, getragen vom Staatskonsum (+1,1 Prozent) und Exporten (+3,3 Prozent). Der private Konsum stagnierte. Dann kam der Iran-Krieg: Hormus-Sperrung, Energiepreisschock, Inflation von rund 2 auf rund 3 Prozent.

Mitte Juni haben die USA und der Iran ein Abkommen unterzeichnet, die Meerenge ist seither nominell frei. Aber der Schiffsverkehr liegt weiterhin deutlich unter Vorkriegsniveau. Anfang Juli warnte die iranische Militärführung erneut vor unautorisierten Routen, Großbritannien und Frankreich schlugen eine multinationale Absicherungsmission vor, Iran lehnte sie ab. Ein neues Doppel-Transitregime und andauernde Minenräumung erschweren die Rückkehr zur Normalität zusätzlich. Die KfW-Annahme "Öffnung im laufenden Quartal" hat sich damit erfüllt – die Normalisierung des Verkehrs nicht. 

1.2. Wirtschaftspolitik: zwei echte Baustellen

Der Bundestag hat das Infrastruktur-Zukunftsgesetz beschlossen. Planungs- und Genehmigungsverfahren für öffentliche Infrastrukturprojekte werden beschleunigt, entsprechende Vorhaben gelten künftig als im überragenden öffentlichen Interesse. Parallel haben Bundeskanzler Merz und Arbeitsministerin Bas die Reformvorschläge der Alterssicherungskommission vorgestellt: eine gesetzliche Kapitalrente, ein erweiterter Versichertenkreis, Anpassungen beim Renteneintrittsalter, das Ende der "Rente ab 63" nach 45 Beitragsjahren. Der Koalitionsausschuss berät weiter. Der Fiskalimpuls aus dem Vorjahr trägt weiter, auch wenn die Mai-Daten des Bundesfinanzministeriums zunächst eine Abschwächung der Ausgabendynamik zeigen.

1.3. BIP-Prognose: vier Institute, eine Richtung

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