Hallo Staffingpreneur:in,

In diesem Monat war es nicht einfach, die Marktlage zu schreiben. Noch vor zwei Wochen sah die Lage gut aus. Wir konnten die ersten positiven Zeichen am Arbeitsmarkt ausmachen und haben zumindest für 5-6 Branchen ein starkes 2026 erwartet. Der Iran-Konflikt hat nun das Potential, das alles zu beenden. Warum das so ist, erkläre ich dir etwas ausführlicher, damit du den Zusammenhang verstehst.

Makroökonomischer Überblick: Iran-Konflikt trifft die deutsche Wirtschaft am wunden Punkt

Für Anfang 2026 zeigt die Konjunktur erste Anzeichen einer Belebung.

Gerade als sich für 2026 erste zarte Hoffnungszeichen zeigten, kommt mit dem Iran-Konflikt der nächste externe Schock. Sollte der Iran-Konflikt bald beendet sein, könnten sich die Prognosen aus dem letzten Newsletter noch erfüllen. Falls der Konflikt jedoch länger dauert, wird sich dies definitiv negativ auf die deutsche Wirtschaft auswirken.

Das Problem ist dabei nicht nur der Krieg selbst, sondern seine ökonomische Hebelwirkung: über Energiepreise, Transportkosten, Investitionszurückhaltung und neue Unsicherheit im Welthandel. Die Unterbrechung des Öl- und Gastransports durch die Straße von Hormus hat global bereits zu kräftigen Preisreaktionen geführt. Für Deutschland ist das besonders heikel, weil unsere Industrie trotz aller Transformation noch immer stark von verlässlicher und bezahlbarer Energie abhängt.

Was den Konflikt so gefährlich macht: Er trifft die deutsche Wirtschaft nicht in einer Phase der Stärke, sondern in einem fragilen Erholungsmoment. Die Richtung zeigte zuletzt vorsichtig nach oben, aber das Fundament war ohnehin nicht belastbar.

Genau hier setzt der neue geopolitische Schock an. Die Deutsche Bank beschreibt dabei drei zentrale Transmissionskanäle:

Erstens einen inflationsbedingten Kaufkraftverlust, zweitens eine steigende Verunsicherung bei Verbrauchern und Unternehmen und drittens die breitere Belastung der Wirtschaft durch höhere Energiepreise.

Anders gesagt: Selbst, wenn Deutschland nur begrenzt Öl und Gas direkt aus der Region bezieht, wirken die Preisbewegungen global und damit unmittelbar auf Konjunktur und Stimmung.

Besonders relevant ist dabei der Szenario-Blick “Iran-Krise” der Deutschen Bank. Im Basisszenario wäre der Inflationsschub nur temporär: Für 2026 wurde die Inflationsprognose für die Eurozone um 0,4 Prozentpunkte auf 2,2 % angehoben. Gleichzeitig würde das Wachstum 2026 um 0,3 Prozentpunkte schwächer ausfallen als bislang erwartet.

Im adversen Szenario – also bei einem weiteren Anstieg der Öl- und Gaspreise um 50% – würde die Inflation 2026 auf 2,9 % steigen. Das Wirtschaftswachstum für Deutschland liegt 0,7% Punkte geringer als der letzte Forecast nur noch bei 0,4% für 2026. 2027 bleibt nur minimal schwächer bei 1,2%. Das wäre ein klarer Dämpfer für den ohnehin fragilen Aufschwung.

Für Deutschland bedeutet das: Der Aufschwung ist nicht außer Sicht. Aber er wird wieder unsicherer, teurer und selektiver. Genau das ist die schlechte Nachricht für die Staffing-Branche. Denn, wie ich in den vergangenen Newslettern immer wieder geschrieben habe, unsere Branche reagiert nicht linear auf Konjunktur, sondern mit Hebelwirkung. (Quelle: dbresearch.de)

💶 Wirtschaftswachstum: Zwischen Reformhoffnung und schwachen Frühindikatoren

Die Industrieproduktion spürt die ersten Impulse der Fiskalpolitik. Dieser Trend sollte sich in 2026 behaupten.

Die Effekte der Fiskalpolitik sollten sich nicht nur in der Rüstungsindustrie, sondern auch in der gesamten Industrie durchsetzen.

Der geopolitische Konflikt im Nahen Osten stellt allerdings ein zentrales Risiko für diese Prognosen dar. Höhere Energiepreise könnten sowohl Inflation als auch Wachstum erneut unter Druck setzen. Damit bleibt das zentrale Bild für die deutsche Wirtschaft unverändert: Stabilisierung ja – aber auf einem weiterhin fragilen Fundament.

Stimmung besser, Fundament noch fragil

Der grosse wirtschaftliche Ausblick der Deutschen Bank “Hausblick” sendete positive Stimmungsindikatoren zum Jahresbeginn. Alles ist möglich im Markt und für die Staffingbranche. Wenn die Iran-Krise länger dauert, hat dies das Potential das zarte Pflänzchen des Wirtschaftswachstums zu ersticken. In der nächsten Analyse in einem Monat werden wir zur Lage genauere Aussagen treffen können.

Der Korridor für das Wirtschaftswachstum liegt für 2026 zwischen 0,4–% und 1,1–%. Klingt nicht nach viel, ist aber sehr relevant für die Staffing-Branche.

Quelle: IMF and SIA

Denn der Arbeitsmarkt hängt eng von der wirtschaftlichen Entwicklung ab – und die Staffing-Branche wiederum direkt vom Arbeitsmarkt. Wenn also das BIP wächst oder schrumpft, reagiert unsere Branche wie ein Verstärker.

Die rote Linie zeigt das BIP-Wachstum – also die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die blaue Linie zeigt das Wachstum des Staffing-Marktes. Und man erkennt sofort: Schon kleine Ausschläge beim BIP führen zu großen Bewegungen im Staffing-Markt.

Wenn das BIP um 2 % wächst, kann der Staffing-Markt um 5 % oder mehr zulegen. Die Jahre 2014, 2017 und vor allem 2021/2022 waren echte Boomjahre – da lief die Wirtschaft stabil, und die Nachfrage nach Staffing-Dienstleistungen ist explodiert. Der Rahmen von 0,4-1,1 % in 2026 könnte also eine Stagnation oder ein Wachstum von bis maximal 2% für die Staffing-Branche bedeuten.

Aber genauso stark reagiert er im Abschwung. Im Jahr 2020, im Corona-Jahr, und jetzt wieder 2024/2025 sehen wir, wie sensibel die Branche auf wirtschaftliche Schwäche reagiert. Ein kleines Minus beim BIP kann sofort große Einbrüche im Staffing auslösen. Wenn die Wirtschaft wächst, wächst
Staffing überproportional. Und wenn die Wirtschaft schrumpft, dann tut dies der Staffing-Markt meist noch schneller. Aber die Staffing-Branche besteht ja aus unterschiedlichen

Geschäftsbereichen (Perm, Temp, Contract). Und die wiederum reagieren ebenfalls unterschiedlich.

Wir haben vor drei Jahren auf der STAFFINGpro mit Lünendonk eine Metastudie präsentiert, bei der wir die Umsätze in den Vertragsarten verglichen haben. Die Ergebnisse habe ich auf das BIP-Wachstum gelegt. Die Balken zeigen das Marktvolumen:

  • Blau steht für Permanent Placement, also Festanstellungen.

  • Orange für Temporary Staffing, also Zeitarbeit.

  • Die blaue Linie beschreibt das BIP-Wachstum im gleichen Zeitraum.

Was passiert, wenn der Konflikt anhält und die Konjunktur kippt? Dann wird zuerst das Perm-Geschäft gebremst – Neueinstellungen werden gestoppt. Dafür steigt häufig das Temp-Geschäft, weil Unternehmen flexibler reagieren wollen.

Arbeitsmarkt: zeigt eine schwächere Dynamik

Auch zum Ende der Winterpause kommt der deutsche Arbeitsmarkt nicht wirklich in Schwung. Die Zahl der Arbeitslosen bleibt weiterhin über der Marke von drei Millionen. Im Februar 2026 sank die Arbeitslosigkeit zwar leicht um 15.000 auf 3,07 Millionen Personen, saisonbereinigt hat sich die Lage mit +1.000 gegenüber dem Vormonat praktisch nicht verändert. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,5 %. Im Vergleich zum Vorjahr sind damit 81.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.

Gleichzeitig zeigt sich, dass Unternehmen weiterhin vorsichtig bleiben. Die Nutzung von konjunkturellem Kurzarbeitergeld ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Im Dezember 2025 erhielten nach vorläufigen Hochrechnungen rund 139.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld – 48.000 weniger als im Vormonat und 72.000 weniger als ein Jahr zuvor. (Quelle: Arbeitsagentur.de)

Für die Staffing-Branche ist das ein wichtiges Signal: Der Arbeitsmarkt bleibt strukturell stabil, aber kurzfristig fehlt es an Dynamik. Unternehmen halten an ihren Beschäftigten fest, sind jedoch deutlich zurückhaltender bei Neueinstellungen und Projekten.

Quelle: dbresearch.de

Damit bewegt sich die Beveridge-Kurve, welche ich hier immer wieder anzeige, nach einer Konsolidierungsphase am Arbeitsmarkt in Richtung Arbeitsmarktkrise.

Quelle: Staffingpreneur

Sollte dieser Trend sich verstärken, haben wir negative Impulse für die Staffing-Branche zu erwarten. Ich denke aber, dass der Arbeitsmarkt zeitversetzt reagiert und dass wir hier eine Erholung sehen, sollten.

Die Lage in der Staffing-Branche

Die Konjunkturindizes der Staffing-Branche sind zwischen der leichten Erholung der Wirtschaft, aber dem unter Druck geratenen Arbeitsmarkt hin- und hergerissen.

Die “angenehme” Seitwärtsbewegung der letzten 6 Monate ist zu einem negativen Trend geworden. Das ist eine unschöne Entwicklung, zumal nach so einer langen herausfordernden Marktlage sind die Reserven verbraucht. Geschäftsklima, Geschäftserwartung und Geschäftslage sind alle rückläufig.

Ich erwarte für den nächsten Monat (März) eine weitere Verschlechterung des Indikators. Es fühlt sich an wie ein langer Winter, und das erste Frühlingserwachen wurde von einem nordischen Kalt Tief weggewischt.

Wie wirkt sich dieses Tief auf die unterschiedlichen Geschäftsbereiche Contract, Temp und Perm aus?

Freiberuflichkeit - zarte Stabilisierung in Sicht:

Die folgenden Daten stützen sich auf die Datenlage von freelance.de, die meiner Meinung nach richtungsweisenden Charakter besitzt (Stand: 01.03.2026).

Bis zum 1. März 2026 wurden auf freelance.de 9.800 Projekte veröffentlicht. Damit liegt das Volumen leicht unter dem Vergleichswert aus 2025 mit 10.000 Projekten und deutlich unter dem Niveau von 2024 mit 12.700 Projekten. Positiv fällt jedoch der Februar 2026 auf: Mit 5.100 veröffentlichten Projekten verzeichnete freelance.de ein Plus von 10,9 % gegenüber Januar 2026 (4.600) und bewegte sich exakt auf dem Niveau des Februar 2025.

Der Anteil einer Projektkategorie zeigt, wie groß ihr Anteil an allen ausgeschriebenen Projekten in einem bestimmten Monat ist. Im Vergleich zu Februar 2025 blieb die IT im Februar 2026 mit 32,9 % nahezu stabil (+0,3 Prozentpunkte), während vor allem die Verwaltung deutlich verlor: Ihr Anteil sank von 12,0 % auf 8,0 % (-4,0 Prozentpunkte). Ebenfalls rückläufig war das Ingenieurwesen mit -1,6 Prozentpunkten. Zugelegt haben dagegen insbesondere Bauwesen und Bergbau (+1,9 Prozentpunkte), Administration und Kundenbetreuung (+1,7 Prozentpunkte) sowie das Gesundheitswesen (+1,0 Prozentpunkt). Auch Sonstiges wuchs von 5,5 % auf 8,1 % (+2,6 Prozentpunkte). Hinweis: Unter „Sonstiges“ werden kleinere Projektkategorien zusammengefasst, darunter Produktion, Transport und Verkehr, Landwirtschaft, Natur- und Umweltwissenschaften, Installation und Wartung, medizinische Assistenzberufe, Elektroingenieurwesen, Freizeit und Tourismus, Sicherheitsberufe, Reinigung, Hotellerie und Gastronomie sowie persönliche Dienstleistungen.

Im Vergleich zu Januar 2026 zeigt sich im Februar 2026 dagegen ein deutlich stabileres Bild. Die Gesamtzahl der Projekte stieg um +10,9 %, die Verteilung der Kategorien änderte sich jedoch nur leicht. Die IT gab geringfügig nach (-1,1 Prozentpunkte), während Verwaltung, Administration und Kundenbetreuung sowie Bauwesen und Bergbau jeweils leicht zulegten. Insgesamt unterscheidet sich der Februar 2026 damit deutlich stärker vom Februar 2025 als vom Januar 2026.

Fazit: Der Projektmarkt auf freelance.de zeigt eine zarte Stabilisierung. Insgesamt ist Januar 2026 kein Boom, sondern eher ein Signal für weniger Volumen, aber stabilere Struktur. Und sicherlich ein frischer Start ins Jahr mit einem stabilen Januar.

Arbeitnehmerüberlassung: Abwärtstrend hält an – erste Stabilisierungssignale

Die Zeitarbeit bleibt auch zu Jahresbeginn 2026 unter Druck. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Arbeitnehmerüberlassung sank erneut um 5,6 % innerhalb eines Monats und 7,8 % gegenüber dem Vorjahr. Auch saisonbereinigt setzte sich der negative Trend fort: Die Beschäftigtenzahl ging im Dezember um 0,9 % gegenüber dem Vormonat zurück, nachdem bereits im November ein Rückgang von 1,1 % zu verzeichnen war.

Quelle: GVP

Gleichzeitig zeigen einige Frühindikatoren erste Anzeichen einer Stabilisierung. So konnten im Dezember 14.450 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch eine Beschäftigungsaufnahme in der Zeitarbeit beenden, ein Anstieg von 2,5 % gegenüber dem Vorjahr. Parallel dazu sank die Zahl der Personen, die aus der Zeitarbeit in Arbeitslosigkeit wechselten: Im Februar 2026 meldeten sich 17.275 ehemalige Zeitarbeitsbeschäftigte arbeitslos, was einem Rückgang von 11,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.

Quelle: GVP

Auch auf der Nachfrageseite zeigen sich leichte positive Impulse. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen aus der Zeitarbeitsbranche lag im Februar 2026 bei 23.150 und damit 6,9 % höher als im Vormonat sowie 3,6 % über dem Vorjahreswert.

Fazit: Die Zeitarbeit hat den stärksten Teil des Abschwungs vermutlich hinter sich, bewegt sich jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau. Erste Stabilisierungstendenzen bei Stellenmeldungen und Beschäftigungsaufnahmen sind sichtbar – für eine nachhaltige Trendwende braucht es jedoch eine deutlich stärkere konjunkturelle Dynamik.

Festanstellung in Deutschland – stabiler Seitwärtstrend

Der Festanstellungsmarkt ist weiterhin ein Abbild der Wirtschaftsentwicklung, die sich nach wie vor seitwärts bewegt. Die abnehmende Anzahl offener Stellen zum Anfang des Jahres sind oft dem Jahresendgeschäft geschuldet. Die Entwicklung seit Januar ist eine “flat-line” und bei den Stellenanzeigen zeigt sich keine Veränderung.

Die Fiskalpolitik und die Zunahme in der Industrieproduktion sollten in den nächsten Monaten eine Wirkung zeigen.

Die Engineering-nahen Positionen zeigten im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2025 zunächst eine leichte Belebung. Dieser Trend hatte jedoch zum Jahreswechsel ein vorläufiges Ende gefunden. Jetzt ist wieder ein Belebung zu spüren, die sich hoffentlich in 2026 konsolidieren wird. Insgesamt bleibt Engineering klar unter Druck. Die konjunkturelle Schwäche der Industrie schlägt unmittelbar auf die Nachfrage durch.

Besonders betroffen sind Maschinenbau, Anlagenbau und die Automobilindustrie, wo Investitionszurückhaltung und Projektverschiebungen zu einem deutlichen Rückgang führen. Entsprechend geraten vor allem Entwicklungs-, Mechatronik- und Antriebskompetenzen unter Druck. Die Nachfrage nach klassischen Innovations- und Vorentwicklungsrollen wird zurückgestellt, solange Industrieunternehmen ihre Investitionen priorisieren und absichern.

Die Skills im Bereich Finance & Accounting haben im Jahr 2025 vergleichsweise stark performt und sind solide in 2026 gestartet, zeigen jedoch zuletzt eine Abkühlung im Jahresvergleich. Insgesamt liegt die Nachfrage zwar unter dem Vorjahresniveau, einzelne Rollen entwickeln sich jedoch gegen den Trend.

Der Legal-Bereich ist unter strukturellem Druck, da Effizienzprogramme, Standardisierung und Legal-Tech-Lösungen klassische juristische Tätigkeiten zunehmend substituieren.

Der IT-Bereich zeigt aktuell ein sehr differenziertes Bild. In der klassischen Softwareentwicklung ist es zu einem massiven Einbruch gekommen: Software Developer liegen rund 40–% unter dem Vor-Corona-Niveau. Getrieben wird dieser Absturz vor allem durch Automatisierung sowie KI/AI, die einfache Entwicklungsleistungen substituieren und Projekte selektiver machen. Auch Data-Rollen, die zuvor stark zugelegt hatten, sind nach dem Boom deutlich zurückgefallen. System- und Solution-orientierte Profile konnten sich stabil behaupten, zeigen jetzt aber auch einen Abwärtstrend.

Gleichzeitig zeigt sich die IT-Nachfrage im Gesamtmarkt resilienter als andere Funktionsbereiche. Zwar ist auch hier ein Rückgang zu verzeichnen, doch bleibt IT strukturell unverzichtbar. Unternehmen verzichten nicht auf kritische Kompetenzen, sondern fokussieren ihre Investitionen stärker. Besonders gefragt bleiben IT-Architektur, SAP, Automatisierung sowie ausgewählte KI- und Data-Kompetenzen.

Die Sammelkategorie „Corporate Functions“ zählt aktuell zu den zweitschwächsten Bereichen im Markt. Besonders Human Resources bestätigt erneut seine Rolle als Frühindikator der Krise: Den HR-Index hat es sehr stark getroffen, wobei dieser laut Indeed in Q1 die am stärksten wachsende Anzahl an Stellenanzeigen aufweist. HR-Business-Partner, HR-Manager und Personalberater sind wieder gefragt. Wer den Newsletter regelmäßig liest, weiß, dass dies ein gutes Zeichen ist. Mehr HR-Positionen führen kurz- bis mittelfristig auch zu Zunahmen an Besetzungsaufträgen im Staffing.

Auch Marketing steht unter Druck. Der Bereich wird zunehmend durch Automatisierung und generative KI (z. B. ChatGPT) substituiert, was sich direkt in einer schwachen Nachfrage widerspiegelt. Ein differenziertes Bild zeigen hingegen Sales- und Management-Funktionen. Nach einen längeren Anstieg erfolgt jetzt eine Konsolidierung.

Zusammenfassung & Fazit: Digitalisierung, Daten & der Mensch im Mittelpunkt

In diesem Newsletter bleibt vieles vage. Der entscheidende Faktor wird sein, ob der Iran-Konflikt im März beigelegt wird oder sich in Q2-2026 hineinzieht. Dann könnten wir ähnlich negative Auswirkungen sehen wie zu Beginn des Ukraine-Konflikts.

Summa summarum bleibe ich bleibe bei den Empfehlungen des letzten Newsletter für 2026:

  • Q4-Run-Rate als Planungsbasis nutzen, Q1 Zahlen als ersten Pulscheck

  • FY-Durchschnitte sind zu pessimistisch – Q4 zeigt die operative Realität.

  • Produktivität zur Kernkennzahl machen. Gross Profit/Net Fees pro Fee Earner.

  • Mach Dir Gedanken, ob Du in der richtigen Branche vermittelst und ob Du Dein Geschäft für mehr Wachstum vertikal (zum Kunden hin) oder horizontal (zu neuen Geschäftsmodellen) hin entwickeln kannst.

2026 ist kein Jahr für „alles für alle“, sondern für die Mutigen und Schlauen. Ich füge hinzu – und die Krisenerprobten.

Hast du noch weitere Fragen? Ich helfe dir gerne mit meinen Marktanalysen, die richtigen Trends zu erkennen und dich zukunftsfähig aufzustellen oder einen Blick auf deine Firma zu werfen. Komm einfach auf mich zu. Ich unterstütze dich dabei, Potenziale zu erkennen und strukturiert anzugehen.

Dein Staffingpreneur
Thomas André Sola

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