The Lost Staffing Generation
Hallo Staffingpreneur:in,
Die Schieflage der Rentenversicherung gehen auf Ereignisse in den 70ern und 80ern zurück und entfalten erst jetzt, also 40 Jahre später, ihre unaufhaltbaren Konsequenzen. Die deutsche Rentenversicherung ist umlagefinanziert: Die Beiträge der heute Erwerbstätigen zahlen direkt die Renten von heute — es gibt keinen Kapitalstock, der Schwankungen abfedert. Genau das macht sie so empfindlich gegenüber demografischen Verschiebungen, die Jahrzehnte zuvor angelegt wurden. Der Geburtenrückgang ab Mitte der 60er, umgangssprachlich “Pillenknick” genannt, entfaltet heutzutage seine unerbittliche Wirkung.
Eine ähnliche Entwicklung, die im Moment noch unscheinbar ist, aber grosses Veränderungspotential in sich birgt, ist mir durch Gespräche mit Geschäftsführern in der Branche aufgefallen. Und zwar haben mir diese mitgeteilt, dass keine/kaum noch Rookies eingestellt werden. Dieses Bild wird von unterschiedlichen Studien gestützt und somit in der Wirtschaft und auch in unserer Branche auf breiter Basis beobachtet.
Ob Jurist, BWLer oder Naturwissenschaftler – Absolventen haben massive Probleme einen Berufseinstieg zu finden. Die potenziellen Konsequenzen dieser Entwicklung nenne ich “The Lost Staffing Generation”.
Denn unser Geschäftsmodell war immer mehr als Vertrieb. Staffing war immer auch ein Entwicklungsgeschäft. Unten kamen Rookies rein. Einige scheiterten. Einige wurden solide Consultants. Wenige wurden Top-Biller. Und aus diesen Top-Billern entstanden Teamleiter, Practice Leads und Niederlassungsleiter.
So wurde Wachstum organisiert. Nicht über Strategie-Folien. Nicht über Technologieversprechen. Sondern über eine funktionierende Entwicklungskette:
Rookie → Consultant → Senior → Teamleiter → Abteilungsleiter etc.
Genau diese Kette reißt gerade.
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Nicht an einer Stelle. Sondern an drei Stellen gleichzeitig. Denn die KI stösst gerade eine ähnliche langfristige Veränderung im Gang, die wir erst in der Zukunft spüren werden. Und zwar die Veränderung der Kompetenzpyramide. KI ist dabei nicht der alleinige Auslöser, sondern ein Beschleuniger einer Entwicklung, deren Konsequenzen wir vermutlich erst in fünf bis zehn Jahren vollständig verstehen werden.
Das Gefährliche an solchen Strukturbrüchen ist: Sie kündigen sich selten laut an. Erst sinkt eine Zahl. Dann verändert sich ein Verhalten. Dann kippt eine Struktur. Und irgendwann fragt man sich: Warum haben wir das nicht früher gesehen?
Folgende Strukturbrüche sehe ich im Moment:
1. Der Rookie kommt nicht mehr rein


